Manchmal ist Lernen einfach nur frustrierend – besonders, wenn Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), Dyskalkulie oder AD(H)S kämpfen. Genau hier hilft die integrative Lerntherapie: Sie unterstützt dabei, Lernblockaden zu lösen und den Weg zu einer positiven Lernstruktur zu finden.
In der integrativen Lerntherapie geht es nicht um Nachhilfe, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz. Lerntherapeut*innen betrachten das Lernen aus verschiedenen Perspektiven – Psychologie, Pädagogik, Sprachwissenschaften und Fachdidaktik. So entwickeln wir individuelle Pläne, die auf die Bedürfnisse jedes Lernenden abgestimmt sind.
Der erste Schritt ist ein ausführliches Anamnesegespräch. Dabei lerne ich die bisherigen Lernprozesse und -schwierigkeiten kennen. Mit gezielten diagnostischen Tests wird dann festgestellt, wo genau die Probleme liegen. Hierbei geht es nicht nur um die Symptome, sondern auch um die Ursachen: Liegt die Blockade im emotionalen Bereich? Gibt es Lücken im Grundlagenwissen? Oder fehlt es an der richtigen Lernstrategie?
Anhand dieser Analyse erstelle ich einen persönlichen Therapieplan. Ziel der integrativen Lerntherapie ist es, negative Lernmuster zu durchbrechen und eine positive Lernstruktur zu entwickeln. Denn wer wieder Lernfortschritte macht, gewinnt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das führt zu mehr Lernmotivation und Freude am Lernen.
Lernstörungen haben übrigens nichts mit Intelligenz zu tun. Sie können Schüler*innen aller Schularten betreffen. Mit der richtigen Unterstützung können sie ihre Potenziale entfalten und erfolgreich lernen.
Mit dem Lernstrukturmodell von Betz und Breuninger kann ich bei jedem Kind genau untersuchen, wie verschiedene Faktoren miteinander wirken. Dabei schaue ich mir nicht nur an, wie ein Kind in der Schule lernt, sondern auch, wie es sich fühlt und mit anderen Menschen interagiert. Es geht darum, zu verstehen, wie sich die Erlebnisse in der Schule, die emotionale Verfassung und die sozialen Beziehungen des Kindes gegenseitig beeinflussen und das Lernen erschweren können, aber auch wo Potentiale und Ressourcen sind. So kann ich gezielt herausfinden, was ein Kind braucht, um besser lernen zu können und wieder mehr Vertrauen in seine Fähigkeiten zu gewinnen.
Für die Online-Lerntherapie werden nur wenige Voraussetzungen benötigt, um eine effektive Unterstützung zu bieten. Der Unterricht findet bequem über ZOOM statt. Nach der Buchung erhält man einen direkten Link zum Meeting. Während der Stunde nutzen wir das integrierte ZOOM-Whiteboard, auf dem wir gemeinsam in Echtzeit arbeiten. Zusätzlich binde ich je nach technischer Kompetenz der Lernenden interaktive Spiele ein, um den Lernprozess abwechslungsreich und spielerisch zu gestalten.
Für die Selbstarbeit zu Hause und zur Vertiefung empfehle ich nach Bedarf die kostenlose App GoodNotes (mit drei Notizbüchern in der kostenlosen Version). In GoodNotes kann man mit dem Tablet und einem digitalen Stift Aufgaben bearbeiten und ich kann in den Notizbüchern kommentieren und Hilfestellung geben.
Der Titel Lerntherapeutin ist in Deutschland kein geschützter Berufstitel. Das bedeutet, dass sich jede/r so nennen darf, egal ob eine langjährige Ausbildung absolviert wurde oder ein Crashkurs über ein paar Wochenenden besucht wurde. Der Fachverband für integrative Lerntherapie (FiL) legt deswegen hohe Standards fest, die Lerntherapeut*innen des Fachverbandes erfüllen müssen, um eine Zertifizierung zu erhalten, um somit wissenschaftlich fundierte Lerntherapie mit hohen Qualitätsstandards zu gewährleisten. Mehr Informationen über die Qualitätsstandards können auf der Internetseite des FiL nachgelesen werden. Hier befindet sich auch eine Übersicht über Lerntherapeut*innen, die vom FiL zertifiziert sind.
https://www.lerntherapie-fil.de/lerntherapie/lerntherapeutinnen-suche
Ich bin vom FiL zertifizierte integrative Lerntherapeutin und Deutschlehrerin mit zweitem Staatsexamen mit über zehn Jahren Erfahrung in der individuellen Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit LRS, Dyskalkulie und AD(H)S.
✔ Zertifizierte integrative Lerntherapeutin (Fachverband für Integrative Lerntherapie, FiL)
✔ Weiterbildung bei „Wege für Kinder“ (2021–2023) mit Fokus auf Legasthenie (LRS), Dyskalkulie & AD(H)S
✔ langjährige Erfahrung im Rechtschreibtraining & Lerntherapie
✔ Master of Education (Schwerpunkt: Deutsch, Deutsch als Zweitsprache & Kunstpädagogik) – Universität Bremen
✔ Zweites Staatsexamen für das Lehramt (2013) – über 10 Jahre Lehrerfahrung im Fach Deutsch
✔ 6 Jahre Leitung des Fachbereichs DaF (Deutsch als Fremdsprache) an einer deutschen Schule im Ausland
✔ Unterricht an Regelschulen in Deutschland & international
Ich biete Lerntherapie für alle Altersklassen an. Oft wird eine Lernschwäche in der Grundschule diagnostiziert, aber bei manchen Kindern erfolgt die Diagnose erst später und sie beginnen mit einer Lerntherapie im Laufe der weiterführenden Schule. Es ist nie zu spät mit einer Lerntherapie zu beginnen.
Mit Leidenschaft biete ich auch LRS- und Rechtschreibtraining für Erwachsene und Unterricht in Deutsch als Fremdsprache an.
Der Einzelunterricht ist individuell gestaltet. Ich erstelle einen persönlichen Lernplan und passe mich den Lernbedürfnissen meiner Lernenden an. Grundsätzlich gibt es zu Beginn der Stunde eine kleine Herausforderung (wenn die Konzentration noch hoch ist) und dann gibt es kleinere Übungen. Wir arbeiten immer an der 0-Fehler Grenze. Das bedeutet, dass alle Aufgaben leicht zu bewältigen sein sollten und erst schwieriger werden, wenn ein Lerninhalt richtig gut verstanden wurde. Außerdem lernen wir nicht in die Erschöpfung herein - das bringt nichts.
Ihr Kind benötigt einen Computer oder Tablet, Kopfhörer und Kamera (ist meistens in den Geräten integriert) und eine stabile Internetverbindung.
Ihr Kind sollte im Idealfall mit einem Tablet und einem digitalen Stift arbeiten. Ich benutze aber auch verschiedene Online-Programme und erstelle digitale Lernspiele.
Ich empfehle 1 Mal pro Woche eine 45-minütige Lerneinheit zu buchen. In der Regel sind 20-40 Stunden Lerntherapie erforderlich, um deutliche Erfolge zu verzeichnen. Ich gebe auch kleine Hausaufgaben für die Woche im Umfang von jeweils 10 Minuten. Der Erfolg und die Länge der Lerntherapie hängen auch davon ab, ob die Inhalte regelmäßig wiederholt werden. Hausaufgaben sollten aber auf keinen Fall Stress und Ärger zu Hause auslösen.
Online Formate sind grundsätzlich für alle geeignet, die gerne mit digitalen Geräten arbeiten und sich von ihnen nicht zu sehr ablenken lassen, aber auch daran können wir arbeiten. So wie nicht jede Schule für jedes Kind das Richtige ist, ist auch online Lerntherapie nicht für jede/n das Richtige. Oft kann man vorab gar nicht einschätzen, wie gut es klappen wird und es empfiehlt sich, einfach mal 1-3 online Stunden auszuprobieren. Ich habe schon jede Menge Überraschungen erlebt.
Nein, eine Diagnose ist nicht zwingend notwendig, um mit der LRS Therapie zu beginnen. Ich habe einige Tests, die ich auch online durchführen kann, um einen differenzierten IST-Zustand zu ermittlen und zielgerichtet mit der Lerntherapie zu beginnen. Dies ersetzt natürlich nicht die qualifizierte Diagnose von Fachpersonal.